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Die Seychellen kompakt

Hier findest du die wichtigsten Daten zu den Seychellen auf einer Seite. Kompakt, geprüft und mit Links zu den ausführlichen Seiten. Stand: Oktober 2026.

 

Die Seychellen auf einen Blick

  • Lage: im westlichen Indischen Ozean, rund 1.600 km östlich der ostafrikanischen Küste und knapp südlich des Äquators

  • Inseln: 115, verteilt auf rund 1,3 Millionen km² Meer

  • Landfläche: rund 455 km², etwa halb so groß wie Berlin

  • Größte Insel: Mahé, rund 155 km²

  • Höchster Berg: Morne Seychellois auf Mahé, 905 m

  • Hauptstadt: Victoria auf Mahé, eine der kleinsten Hauptstädte der Welt

  • Einwohner: 122.038 (Ende 2024, National Bureau of Statistics). Die meisten leben auf Mahé, danach folgen Praslin und La Digue

  • Amtssprachen: Kreol der Seychellen (Kreol Seselwa), Englisch und Französisch

  • Währung: Seychellen Rupie (SCR). In Hotels und vielen Geschäften zahlst du auch mit Karte

  • Zeit: UTC+4 ohne Sommerzeit. Gegenüber Deutschland plus 3 Stunden im Winter und plus 2 Stunden im Sommer

  • Strom: 240 Volt, britische Steckdose Typ G. Du brauchst einen Adapter

  • Verkehr: Linksverkehr, ein Erbe der britischen Zeit

  • Unabhängig seit: 29. Juni 1976

  • Klima: tropisch, das ganze Jahr warm. Details Monat für Monat auf der Seite Reisezeit

  • Anreise: Flughafen auf Mahé (SEZ). Ab Deutschland meist mit einem Umstieg, zum Beispiel in Dubai, Doha, Abu Dhabi oder Istanbul

Einreise, Gesundheit, Geld und Internet findest du auf der Seite Praktische Infos.

 

Granitinseln und Koralleninseln

Die Seychellen bestehen aus zwei Welten. Die Inneren Inseln rund um Mahé, Praslin und La Digue sind aus Granit. Das macht sie zu den einzigen Granitinseln mitten im Ozean. Die runden, rosa und grauen Felsen an den Stränden kommen genau daher. Hier wohnen fast alle Menschen, hier liegen die meisten Unterkünfte.

Die Äußeren Inseln weiter südlich und westlich sind flache Koralleninseln und Sandinseln. Viele sind unbewohnt oder haben eine einzige Lodge. Dazu gehört das Aldabra Atoll, Weltnaturerbe der UNESCO und Heimat der größten Population von Riesenschildkröten. Alle Inseln im Vergleich findest du unter Inseln.

 

Kurze Geschichte

  • Vor 1770: Die Inseln sind unbewohnt. Seefahrer sichten sie, siedeln aber nicht.

  • 1756: Frankreich nimmt die Inseln in Besitz und benennt sie nach dem Finanzminister Jean Moreau de Séchelles.

  • 1770: Die ersten französischen Siedler kommen, zusammen mit versklavten Menschen aus Afrika und Madagaskar.

  • 1814: Nach den Napoleonischen Kriegen gehen die Seychellen an Großbritannien.

  • 1976: Die Seychellen werden unabhängig und bleiben Mitglied im Commonwealth.

Aus afrikanischen, französischen, britischen, indischen und chinesischen Wurzeln ist eine eigene kreolische Kultur entstanden. Du hörst sie in der Sprache, schmeckst sie im Essen und siehst sie an den bunten Holzhäusern.

 

Warum klingt hier alles französisch?

Die Franzosen waren zuerst da. Sie haben die Inseln benannt, besiedelt und über 40 Jahre verwaltet. Als die Briten 1814 übernahmen, änderten sie die Namen nicht. Sie regierten mit Englisch als Amtssprache, aber im Alltag sprachen die Menschen weiter ihre französisch geprägte Sprache. Daraus wurde das Kreol der Seychellen, heute die Muttersprache fast aller Einheimischen.

Viele Inselnamen gehen auf Personen und Schiffe der französischen Zeit zurück:

  • Seychellen: nach Jean Moreau de Séchelles, Finanzminister unter König Ludwig XV.

  • Mahé: nach Mahé de La Bourdonnais, französischer Gouverneur von Mauritius

  • Praslin: nach dem französischen Minister César Gabriel de Choiseul, Herzog von Praslin

  • La Digue und Curieuse: nach zwei Schiffen der Expedition von Marion Dufresne, 1768

  • Silhouette: nach Étienne de Silhouette, ebenfalls Finanzminister unter Ludwig XV.

  • Frégate: nach den Fregattvögeln, die dort brüten

 

So sprichst du die Namen richtig aus

Die Namen werden französisch ausgesprochen. Ein stummes s, ein stummes h und viele Nasallaute. Ein „ng“ in der Lautschrift unten deutest du nur an, wie in „Teint“ oder „Restaurant“. Die betonte Silbe steht in Großbuchstaben.

  • Praslin: pra·LÄNG. Das s bleibt stumm, also nicht „Pras·lin“

  • Mahé: ma·EH. Das h ist stumm

  • La Digue: la DIEG. Das ue am Ende sprichst du nicht

  • Seychellen: auf Deutsch se·SCHEL·len, auf Französisch und Kreol se·SCHELL

  • Anse: ANGS, kurz und nasal

  • Anse Source d’Argent: angs surs dar·SCHANG

  • Beau Vallon: bo wa·LONG

  • Vallée de Mai: wa·leh dö MÄ

  • Curieuse: kü·ri·ÖS

  • Félicité: fe·li·si·TEH

  • Silhouette: si·lu·ETT

  • Côte d’Or: koht DOR

 

Warum heißen die Strände Anse?

„Anse“ ist das französische Wort für eine kleine Bucht. Auf den Granitinseln liegen die meisten Strände in solchen Buchten zwischen zwei Felsnasen, deshalb heißen so viele Anse Irgendwas. Der zweite Teil ist oft ein Familienname früherer Siedler, ein Schiff oder eine Beschreibung.

Diese Wörter begegnen dir auf jeder Karte:

  • Anse: kleine Bucht mit Strand

  • Grand Anse / Petite Anse: große Bucht / kleine Bucht

  • Baie: größere Bucht, etwa Baie Lazare oder Baie Sainte Anne

  • Pointe: Landspitze

  • Morne: Berg oder Hügel

  • Île: Insel

  • Source d’Argent: Silberquelle

  • Beau Vallon: schönes Tal

  • Côte d’Or: Goldküste

Alle Strände mit Badehinweisen findest du unter Strände.

 

Vier Wörter Kreol

Mit Englisch und Französisch kommst du überall durch. Ein paar Worte Kreol kommen trotzdem gut an:

  • Bonzour: Guten Tag

  • Mersi: Danke

  • Ki manyer? Wie geht’s?

  • Orevwar: Auf Wiedersehen

 

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